Give back

Kennst du Menschen, bei denen dreht sich alles nur um sie selbst? Sie stellen dir zu Beginn eines Gesprächs Fragen, aber du spürst genau, das machen die nur, um endlich über sich reden zu können?

Oder du machst eine Feier und du möchtest, dass alle zusammen kommen und dann gibt es da immer die, bei denen du das Gefühl hast, du müsstest dich besonders um sie kümmern? Damit sie sich besonders wohl fühlen?

In dem heutigen Beitrag geht es darum, wie du mehr Zufriedenheit und Verbundenheit entwickeln kannst und dadurch dein Glücksgefühl steigerst.

Gerade um die Weihnachtszeit ist bei vielen Menschen das Gefühl der Einsamkeit besonders stark. Wenn es draußen länger dunkel ist und kalt – kommen die Gedanken an das Weihnachtsfest hoch. Das Fest der Liebe. Das klingt für einige wie ein Hohn, denn innerlich hat sich ganz viel Schmerz breit gemacht. Auch bei denen, die die tollsten und teuersten Geschenke kaufen und bekommen.Dann merken sie, dass mehr von… was auch immer, sie nicht glücklicher macht. Dann kommt oft die Frage auf: Und was jetzt?

Einige hetzen von Erfolg zu Erfolg, mit dieser inneren Unruhe, es sei nie genug. Ab einem gewissen Punkt im Leben machen ganz viele Menschen die Erfahrung nicht nur zu Weihnachten. Kein Moment kann dann mehr genossen werden. Es muss immer weiter gehen. Kennst du solche Menschen, die schon alles im Leben haben, aber trotzdem unglücklich sind?

Auf welche Weise gebe ich zurück?
  1. Geld – dadurch, dass ich jetzt mehr umsetze mit meinen Fähigkeiten, schaffe ich den Rahmen, in dem andere wachsen können. Zum Beispiel mein Team, dass durch mich Geld verdient.
  2. Erfahrungen – in meinem Seminar stelle ich immer mal wieder Menschen auf die Bühne, die sonst nicht die Gelegenheit dazu haben, um ihnen eine neue Erfahrung zu ermöglichen. Früher wäre das nicht möglich gewesen. Da wäre es mir um mich gegangen, dass ich möglichst viel und immer zu sehen bin. Oder da wäre der Gedanken, dass ich das ja viel besser könne und es deshalb auch besser tun sollte. Boah, wie anstrengend war das. Heute kann ich Raum geben, damit andere wachsen können und das fühlt sich so toll an.
  3. Kleidung und Möbel – Früher habe ich alles auf ebay verkauft, was ich nicht mehr brauche, um ja noch einen EUR damit zu verdienen. Immer die Frage im Kopf: „Was habe ich mal dafür bezahlt? Also da müsste ich ja so und soviel zurückbekommen?“ Heute gebe ich viele Dinge so ab. Klamotten packe ich zusammen und gebe sie in Köln bei Einrichtungen ab, die sie noch gebrauchen können. Und ich stelle mir vor, dass meine Sachen im Leben eines anderen einen Unterschied machen. Ich denke nicht, oh, dafür bekomme ich ja nichts mehr in Form von Geld. Denn ich bekomme ganz viel. Platz. Leichtigkeit. Den Gedanken, etwas Gutes getan zu haben. Etwas zurück gegeben zu haben.

Und hier kommt mein großes ACHTUNG: Verausgabe dich nicht. Es muss dir gut gehen und schau auch bei dir selbst hin. Du kannst erst geben, wenn du genug hast. Nutze dein Hilfe-Geben nicht als Ausrede, zu busy zu sein, dass du nicht wichtig seist. Du bist wichtig! Also achte zuerst auf dich. Wie im Flieger mit der Sauerstoffmaske. Erst hilfst du dir, dann den anderen.

Wenn du merkst, es geht dir nicht gut, obwohl du viel für dich tust, könnte das ein Indikator sein, dich auf etwas anderes zu konzentrieren. Was kannst du tun? Für wen? Dieses Gefühl, wenn es nicht um dich geht, sondern um jemand anderen, das ist einfach herrlich und macht dich direkt zufriedener. Das gibt dir Sinn.

Gerade zu Weihnachten: Was willst du geben? Für wen und wofür?  Muss es unbedingt Konsum sein? Muss es unbedingt ein Geschenk sein? Oder gibt es nicht viel wertvolleres? Zeit. Ein gemeinsames Erlebnis. Das ist nachhaltig. Das kann dir keiner nehmen. Und wenn du unbedingt Geld ausgeben möchtest, dann wähle schlau. Kauf etwas Hochwertiges, womit du andere unterstützt – und gebe 10% von allem, was du für andere kaufst doch für einen guten Zweck ab.

Zurückblicken

Als ich 16 war, dachte ich immer, Glück ist, wenn ich bei H&M mich nicht zwischen zwei Anziehsachen entscheiden muss, weil mein Geld nicht reicht, sondern wenn ich mir einfach beides kaufen kann. Ganz ehrlich, das habe ich gedacht. Meine Welt des Denkens war so klein, ist ja auch normal, wo sollte die Größe herkommen?

Und dann irgendwann lernte ich Bücher kennen, die immer davon sprachen „Denke groß“ oder „Denke nach und werde reich“. Da war immer die Rede davon, dass man sich aufschreiben solle, wie viel man im Monat verdienen möchte. Damals verdiente ich so 1.500 EUR/netto und dachte mir: „Boah, wenn ich so 8.000 EUR im Monat hätte, dann wär alles safe. Dann bin ich zwar kein Millionär, aber es ist genug, dass ich toll wohnen kann und spontane Entscheidungen treffen kann. Ob ich übers Wochenende wohin fahren will, oder andere zum Essen einlade. Und ich mich zwischen Anziehsachen nicht mehr entscheiden muss, sondern einfach nehme, was mir gefällt.

Ich stellte mir vor, dass bei dieser Summe alles gut sei. Und merkst du, worum es sich bei all diesen Gedanken dreht? Um mich. Ich stand immer im Mittelpunkt dieser Gedanken.

Heute spüre ich, dass wenn ich wieder nur mit mir beschäftigt bin, es mir nicht gut geht. Wahre Erfüllung spüre ich, wenn ich mich verbunden fühle. Weil ich heute spüre, dass das was ich tue, Menschen positiv beeinflusst.

Dieser Beitrag zum Beispiel. Den mache ich nicht für mich und weil ich dann sagen kann: „Hey, ich habe einen Blog“, sondern den mache ich für dich. Weil ich weiß, dass ich dich damit erreichen kann. Weil irgendetwas von meinen Geschichten, dir helfen wird, deinen Weg zu gehen. Dich mit dir selbst wohler zu fühlen.

Denn seitdem ich mich kenne, wie ich funktioniere, was ich will, was meine Vision vom Leben ist und warum ich bestimmte Dinge will, oder andere auch nicht, fühle ich mich wohler mit mir, angekommen. Und seitdem kann ich zurück geben. Ich musste also erst bei mir dafür sorgen, dass ich meine Töpfchen voll sind – wie Tony Robbins es so schön sagt – damit ich jetzt zurück geben kann.

 

Zeit ist das wertvollste Geschenk

Was mich am meisten fasziniert ist, dass unsere Crew als auch die Bewohnerfrei Crew uns ihre Zeit schenken. Auf jedem meiner Seminare oder von Tobis Seminaren, ist es nur möglich, weil großartige Menschen uns helfen uns unterstützen – in ihrer Freizeit. Unentgeltlich. Niemand zwingt sie. Sie kommen, weil sie wollen. Weil sie Teilnehmern die Erfahrung ermöglichen wollen, dass zu erleben, was sie selbst als Teilnehmer erleben durften.

Was für ein Kreislauf! Alles hängt mit allem zusammen.

Das Außenstehende oft nicht verstehen. Denn die meisten kommen noch aus einer Welt, in der es immer um Anreize in Form von Geld geht. Die fragen die Crew dann: „Ja, und was bekommst du dafür?“ „Was du machst das umsonst?“ Heute sehe ich, wie klein das Denken ist, wenn man diese Frage stellt. Ich verstehe aber auch, dass der Fragende etwas anderes noch nicht kennen gelernt hat, und ihm deshalb die Vorstellungskraft fehlt, das zu verstehen. So funktionieren ja viele Firmen, die Anreize ihren Mitarbeitern geben in Form von Geld. Was auch klappt, bis zu einem gewissen Grad. Dem Grad, wenn du dein Geld Töpfchen vollgemacht hast und dann irgendwann die Frage kommt: „Und was jetzt?“

Vielleicht ist das auch der normale Prozess, den jeder erst Schritt für Schritt durchlaufen muss. Auf einer Stufe geht es eben nur um dich. Und wenn du da alles erreicht hast, kannst du zur nächsten Stufe übergehen, in der du dich fragst, wie du mit dem, was du alles kannst, jetzt auch andere helfen kannst. Kann man eine Stufe überspringen? Ich glaube nicht. Denn wenn du alle Stufen durchlaufen hast, weißt du, wie sich jede anfühlt und bist dann in der Lage Menschen auf ihrer jeweiligen Stufe abzuholen, weil du dort selbst mal warst.

Wie diese Frau, die ich vor zwei Jahren auf einem Seminar kennenlernen dufte und die mich total beeindruckt. Gabi Laszinger. Sie hat den Happy Children E.V. gegründet. Und gibt damit in Nepal in zwei Kinderheimen mehr als 500 Kindern ein zu Hause und hat sie von der Straße weggeholt. Als Frau. In einem fremden Land. Gabi Laszinger hat das Bundesverdienstkreuz bekommen und war einmal auf der Stufe, wo es sich um sie drehte und den Erfolg.

In ihren 30ern hatte sie materiell alles, lebte in der Schweiz, Markenklamotten, mehrere Autos und merkte, dass machte sie nicht glücklich. Also zog sie in die Welt, auf der Suche nach Glück. Landete in Indien, meditierte, traf viele Weise Menschen – aber fand das Glück nicht. Und dann fand sie es, wo sie es nicht vermutete. In den Slums von Nepal. Ganz unerwartet ging sie die Straßen entlang und sah drei kleine Kinder betteln. Vollkommen dreckig, verfilzte Haare, zerzauste Kleidung,

Sie sah, dass den Kindern es unangenehm war und wollte ihnen etwas zu essen kaufen. Einen Burger. Doch die drei konnten damit gar nichts anfangen, denn sie wussten nicht was das ist. Gabi ging nach einer Weile wieder zurück in ihr Hotel. Immer in Gedanken bei den dreckigen Kindern auf der Straße. Am nächsten Tag ging sie wieder hin, um zu sehen, wie es den dreien geht. Von weitem sah sie den kleinsten Jungen auf der Straße liegen, noch ein Baby und dacht – er ist tot. In diesem Moment dachte sie: „Nur weil ich in meinem schicken Hotel und bei Abendessen nach dem Glück suche, stirbt dieser Junge, weil ich nichts getan habe, sondern nur gewartet habe.“

Sie rannte zu dem Baby – und zum Glück, der kleine war nur krank und lag auf der Straße. In diesem Moment traf Gabi eine Entscheidung für sich und ihr Leben und kümmerte sich um die 3 Jungen. In einem fremden Land. Als Frau. Aus der gut 16 Jahre später nun 2 Kinderheime geworden sind mit 500 Kindern. Und die drei von damals? Studieren und machen Ausbildungen und helfen Gabi, Kinder wie sie selbst es waren, von der Straße zu holen.

Ihre Taten haben mich so bewegt, dass ich ihr geholfen habe, ihre KeyNotes zu verbessern, denn Gabi kann das nur, wenn Menschen spenden. Sie bringt selbst die Frachten und alles, was vor Ort gebraucht wird nach Nepal. Ich wusste, wenn ich ihr helfe, bessere reden zu halten, die mehr Menschen bewegen zu spenden, dann ist das mein Beitrag für die Kinder in Nepal. Alles hängt mit allem zusammen.

Wenn du mehr über ihr Projekt wissen willst oder auch spenden willst, dann packe ich dir die Links in die Shownotes.

Eines meiner Ziele in den nächsten zwei Jahren ist es auch nach Nepal zu gehen, direkt zu Gabi und vor Ort sehen, was sie geschaffen hat.  Und du findest auch ein Interview mit Gabi im Podcast. Alles hängt mit allem zusammen. Danke, dass du dir die Zeit heute genommen hast. Und ich freu mich über dein Feedback. Und vor allem darüber zu erfahren, was du zurück geben willst.

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